Die jungsteinzeitliche Menhiranlage

1967 von dem Roßdorfer Heimatforscher Heinrich Gunkel entdeckt. Mindestens 14 Steine bilden links und rechts des Ruthsenbaches eine Menhiranlage, zu der es in unserer Region keine Vergleiche gibt. Es handelt sich eventuell um Reste eines Cromlechs, also um eine Steinkreisanlage.

Die Menhiranlage 2011Seit dem Frühjahr 2011 frei zugänglich über eine Brücke zu erreichen. Die Menhiranlage zwischen Darmstadt und Roßdorf.

Das Material der Steine ist Granitporphyr, dessen nächstliegendes Vorkommen etwa 1,6 km südwestlich von den Menhiren zwischen Schleppweg, Heuweg und Eisenweg entlang der Eisenhandschneise nachgewiesen wurde. Der Bach durchfloß ursprünglich die Wiese - sein heutiger Lauf ist neuzeitlich.

Menhire sind Zeugnisse kultischer Vorstellung, die sich während der zweiten Hälfte des 3. Jahrtausends über weite Teile Mitteleuropas verbreitete. Sie sind von Frankreich über das nördliche Oberrheingebiet und Hessen bis nach Mitteldeutschland zu finden. Die wohl bekanntesten Menhire stehen bei Carnac in der Bretagne, wo über 1000 Steine zu kilometerlangen Alleen angeordnet sind.